Wind, Wasser, Vogelrufe und Bienen gehören zur Natur – brauchen aber jeweils eine andere Mikrofonposition.
Wind
Der Klang von Blättern im Wind ist erwünscht. Störendes Windgeräusch entsteht dagegen, wenn Luft direkt auf das Mikrofon trifft. Ein passender Windschutz und eine geschützte Position hinter einem Stamm oder einer Böschung helfen. Das Mikrofon darf dabei keine Gräser oder Zweige berühren.
Wasser
Am Wasser verändert schon ein kleiner Abstand den Klang. Direkt an einem Wasserfall entsteht oft ein gleichmäßiges, lautes Rauschen. Einige Meter weiter werden einzelne Strömungen und die Umgebung wieder hörbar.
Wenn zusätzlich Vögel oder Insekten wichtig sind, hilft meist ein anderer Standort mehr als nur ein niedrigerer Aufnahmepegel.
Vögel und Bienen
Ein gerichtetes Mikrofon kann Vogelrufe klarer hervorheben. Abstand und Rücksicht bleiben jedoch wichtiger als ein besonders naher Ton. Nester, Ruheplätze und Flugwege dürfen nicht gestört werden.
Auch vor einem Bienenstock sollte kein Stativ oder Mikrofon die Einflugschneise blockieren. Eine seitliche Position kann das Summen gut aufnehmen und lässt den Tieren ihren Raum.
Direkt ausprobieren
- Für Wind immer einen geeigneten Windschutz verwenden.
- Bei Wasser mehrere Abstände vergleichen.
- Für hochwertige Originale unkomprimiertes WAV mit mindestens 48 kHz und 24 Bit wählen, wenn der Recorder dies unterstützt.
- Vor und nach dem eigentlichen Klang etwas ruhigen Umgebungston aufnehmen.
Kurz gemerkt
Nicht der lauteste Ton ist automatisch der beste. Ein guter Naturklang zeigt Details, Raum und die natürliche Balance des Ortes.
