Eine Wiese sieht morgens anders aus als am Abend. Wald kann durch das Blätterdach einen grünen Schimmer bekommen, und Wasser spiegelt Himmel, Pflanzen und Untergrund. Natürliche Farben sind deshalb nicht immer neutral.

Eine gute Farbkorrektur bewahrt diese Lichtstimmung. Sie soll den Ort glaubwürdig zeigen und nicht durch besonders starke Farben auffallen.

Mit dem Weißabgleich beginnen

Der Weißabgleich steuert, ob ein Bild wärmer, kühler, grüner oder magentafarbener wirkt. Der automatische Weißabgleich kann zwischen mehreren Einstellungen sichtbar wechseln. Ein fester Wert sorgt oft für mehr Einheitlichkeit, solange das Licht ähnlich bleibt.

Warmes Abendlicht darf warm bleiben, und Nebel darf kühl wirken. Eine graue Referenz kann bei schwierigen Bedingungen helfen, ist aber nur ein Ausgangspunkt.

Erst Helligkeit, dann Farbe

Zu dunkle oder überbelichtete Bereiche verändern auch die Farbe. Deshalb sollten zuerst Belichtung, Schatten und helle Stellen geprüft werden. Danach lässt sich besser beurteilen, ob einzelne Farben wirklich korrigiert werden müssen.

Besonders Grün wird schnell künstlich, wenn die gesamte Sättigung stark erhöht wird. Kleine Anpassungen einzelner Grün- oder Gelbtöne wirken meist natürlicher.

Vergleiche außerdem benachbarte Clips miteinander. Wald, Himmel und Wiese dürfen unterschiedlich aussehen, sollten aber nicht wie drei völlig fremde Farbwelten wirken.

Direkt ausprobieren

  • Einen passenden Clip als Farbreferenz auswählen.
  • Korrekturen immer wieder mit dem Original vergleichen.
  • Die Bearbeitung etwas zurücknehmen, wenn zuerst die Farbe und erst danach das Motiv auffällt.

Kurz gemerkt

Natürliche Farbe muss nicht neutral sein. Sie sollte zur tatsächlichen Lichtstimmung passen und zwischen den Aufnahmen zusammenhängend wirken.

Quellen und weiterführende Informationen